Berechnungen statt Ausprobieren
Optiker probierten Linsen damals nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum aus. Petzval, Professor für Mathematik in Wien, berechnete das Objektiv genau. Dabei halfen ihm Artilleristen, die ihm ein Erzherzog zur Verfügung stellte, damit er die riesige Menge an Handrechnungen bewältigen konnte.
Ein unglückliches Geschäft
Das Objektiv stellte Peter Voigtländer her und verdiente damit ein Vermögen, während Petzval nur einen kleinen Anteil erhielt. Der Streit um die Rechte belastete ihn bis an sein Lebensende. Sein Objektiv wurde jedoch weitere hundert Jahre lang gebaut und kopiert.
Vermächtnis
Heute gibt es in der Optik die Petzval-Bildfeldwölbung, einen Mondkrater mit seinem Namen und moderne Petzval-Objektive für Liebhaber, die seine typische wirbelnde Hintergrundunschärfe nachahmen. In Spišská Belá gibt es einen Gedenkraum für ihn. Siehe auch Fotografie.