Von der Buchbinderei ins Labor
Als Buchbinderlehrling las er die Bücher, die er einbinden sollte. Er besuchte Vorlesungen des Chemikers Humphry Davy, schickte ihm seine Notizen und wurde dessen Assistent an der Royal Institution in London.
Bewegung erzeugt Strom
1821 baute er einen Versuch, bei dem sich ein stromdurchflossener Draht um einen Magneten drehte – der erste Keim des Elektromotors. 1831 entdeckte er den umgekehrten Effekt: Ändert sich das Magnetfeld in einer Spule, entsteht darin ein Strom. Nach diesem Prinzip erzeugen Generatoren in Kraftwerken Strom, und so funktionieren auch jeder Transformator und jede kabellose Ladestation.
Der Faradaysche Käfig
Faraday zeigte, dass eine Metallhülle ein elektrisches Feld abschirmt. Ein solcher Käfig schützt Menschen im Auto bei einem Gewitter, und das Metallgitter in der Tür einer Mikrowelle lässt keine Mikrowellen nach außen, obwohl man hindurchsehen kann.
Die Idee des Feldes
Höhere Mathematik beherrschte er nicht, deshalb stellte er sich Elektrizität und Magnetismus als Feldlinien im Raum vor. Diese Vorstellung verwandelte später James Clerk Maxwell in Gleichungen.