Die ursprüngliche Vorhersage
In einem Artikel für die Zeitschrift Electronics schätzte Moore, dass sich die Zahl der Bauteile auf einem Chip jedes Jahr verdoppeln würde. 1975 korrigierte er die Vorhersage auf alle zwei Jahre. Die Chiphersteller betrachteten sie danach als Ziel, das sie erreichen mussten.
Zahlen
| Chip | Jahr | Transistoren |
|---|---|---|
| Intel 4004 | 1971 | 2.300 |
| Intel 80386 | 1985 | 275.000 |
| Pentium 4 | 2000 | 42 Millionen |
| Apple M1 | 2020 | 16 Milliarden |
| NVIDIA Blackwell B200 | 2024 | 208 Milliarden (zwei Chips) |
Gilt es noch?
Das Tempo hat sich verlangsamt. Transistoren sind inzwischen so klein, dass man an physikalische Grenzen stößt. Bezeichnungen wie „3 nm“ oder „2 nm“ sind heute eher Handelsnamen für Generationen. Die Branche sucht deshalb andere Wege: gestapelte Chips, Chiplets und spezialisierte Schaltungen für künstliche Intelligenz.