Von der Kaffeemaschine zum Videoanruf
Wissenschaftler in Cambridge richteten 1991 eine Kamera auf eine Kaffeemaschine, um vom Computer aus zu sehen, ob der Kaffee fertig ist. Die ganze Geschichte erzählen wir im Artikel Die Kaffeemaschine im Trojan Room: die erste Webcam. 1994 kam die QuickCam, eine kleine runde Kamera, die schwarz-weiß mit einer Auflösung von 320 × 240 Punkten aufnahm und 99 Dollar kostete. Ihre Produktion übernahm später die Firma Logitech.
Wie sie funktioniert
Eine Webcam hat ein Objektiv, einen CMOS-Bildsensor und einen Chip, der das Bild komprimiert und über USB sendet. Der Sensor beruht auf dem photoelektrischen Effekt, den Albert Einstein erklärte. Heutige Kameras haben eine Auflösung von Full HD oder 4K, und manche können mithilfe künstlicher Intelligenz den Hintergrund unscharf machen oder das Gesicht verfolgen.
Privatsphäre
Ein Angreifer, der einen Computer übernimmt, kann auch die Kamera einschalten. Deshalb haben Notebooks bei der Kamera eine Kontrollleuchte und viele auch eine Schiebeabdeckung. Ein Aufkleber über der Kamera ist keine Paranoia, auch viele Sicherheitsexperten verwenden ihn. Mehr zum Schutz finden Sie im Artikel Cybersicherheit.
Webcam versus Überwachungskamera
Die Webcam ist für Videoanrufe gedacht und arbeitet nur, wenn sie mit dem Computer verbunden ist. Die Sicherheits-IP-Kamera läuft ununterbrochen, nimmt auf einen Rekorder oder ein NAS auf, sieht auch nachts und hält draußen Regen und Frost aus.