Ein Sensor, der Licht sammelt
1969 erfanden Willard Boyle und George Smith bei den Bell Labs den CCD-Baustein. Licht erzeugt darin dank des photoelektrischen Effekts, den Albert Einstein erklärt hatte, eine elektrische Ladung, die der Chip Punkt für Punkt ausliest. Für diese Erfindung erhielten sie 2009 den Nobelpreis für Physik, zusammen mit Charles Kao, dem Vater der Glasfaser.
Groß wie ein Toaster
Sasson erhielt bei Kodak den Auftrag herauszufinden, ob sich ein CCD zum Fotografieren eignet. Er baute ein Gerät zusammen, so groß wie ein Toaster: ein Objektiv aus einer Filmkamera, einen CCD-Chip, Schaltungen und einen Kassettenrekorder. Um das Foto anzuzeigen, brauchte er einen umgebauten Fernseher.
Kodak verschlief es
Die Führung von Kodak fürchtete, das Digitale würde den Filmverkauf zerstören, und legte die Erfindung auf Eis. Digitalkameras verkauften später andere Firmen, die Kamera wanderte ins Handy, und Kodak meldete 2012 Insolvenz an. Sensoren nach einem ähnlichen Prinzip stecken heute in jedem Handy und in jeder Sicherheitskamera.